Umgang mit Demenz

Demenz

Bei einer Demenzerkrankung sind Betroffene auf die Hilfe von Angehörigen angewiesen, um ihren Alltag zu bewältigen. Sie sollten dabei aber nicht bevormundet werden. Es sollten so viele selbständige Tätigkeiten und Fähigkeiten wie möglich gefördert werden. Dies kann auch dabei helfen den Verlauf der Demenz zu verlangsamen. Angehörige sollten ihre eigenen Belastungsgrenzen im Blick behalten und sich professionelle Hilfe suchen, wenn Bedarf entsteht. Wichtig ist es ein Pflegetagebuch zu führen und die Schwierigkeiten und Hilfestellungen im Alltag zu dokumentieren. Mit so einem Pflegetagebuch wird es leichter sein einen entsprechenden Pflegegrad zu beantragen und wichtige Leistungen zu erhalten. Es ist wichtig den richtigen Umgang mit Betroffenen zu finden und ihre Teilnahme am täglichen Leben zu fördern.

Der richtige Umgang

Eine Demenzerkrankung sollte kein Anlass sein für Angehörige und Betroffene sich zurückzuziehen. Pflegende und zu Pflegende sollten die Erkrankung offen Ansprechen und aktiv damit umgehen. Zusätzlich gibt es einige Hilfestellungen um das tägliche Leben mit Demenz zu vereinfachen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten den dementen Menschen im Alltag zu unterstützen und die Selbstständigkeit so lange wie möglich zu bewahren.

Geduldig bleiben

Es ist leichter gesagt als getan. Eine Demenzerkrankung ist für Betroffene, wie auch Pflegende, eine neue Herausforderung und mögliche Belastung. Betroffene reagieren oftmals gereizt oder aggressiv. Pflegende verlieren die Geduld. Erkrankte Menschen sollten nicht in Diskussionen verstrickt werden. Rechtfertigungen sind am besten zu Vermeiden. Beide Seiten sollten Ruhe bewahren und geduldig kommunizieren. Sie sollten die Bedürfnisse des Gegenübers verstehen lernen und ernst nehmen. Oftmals ist schon viel damit getan, wenn die betroffene Person sich gehört und verstanden fühlt.

Konfrontation und Diskussion vermeiden

Es wird der Zeitpunkt kommen, da Demenzerkrankte ihr eigenes Handeln nicht mehr begründen können. Der Vater steht zum vierten Mal im Garten, die Oma legt die Fernbedienung ins Bad und Angehörige erhalten keine plausible Erklärung warum. Es macht keinen Sinn diese Beweggründe durch Nachfrage herauszufinden. Dadurch können unnötige Konfrontationen und Emotionen verursacht werden. Angehörige sollten besser die Betroffenen geduldig zu ihrer eigentlichen Tätigkeit zurückführen. Dabei sollten sie den Erkrankten Zeit lassen.

Die richtigen Fragen stellen

Ab einem gewissen Zeitpunkt der Demenzerkrankung, kann es zu schnell zu Überforderung des betroffenen Menschen kommen. Es hilft offene Fragen und Entscheidungen zu vermeiden. Angehörige sollten beispielsweise nicht fragen “Willst du duschen oder baden?”, sondern “Willst du ein Bad nehmen?”. Angehörige kennen den zu pflegenden Menschen meist am besten. Sie kennen mögliche Vorlieben, Interessen und Abläufe und sollten sich nach diesen richten. Dies gilt für alle Bereiche des Alltags: Körperpflege, Ernährung, Hobbys, Kleiderwahl, etc..

Gedächtnisstützen nutzen

Es gibt viele analoge und digitale Möglichkeiten das Gedächtnis zu stützen. Betroffene können Kalender und Notizzettel sichtbar aufhängen um sich an wichtige Termine, Ereignisse und Daten zu erinnern. Wer technisch nicht überfordert ist, kann von der Erinnerungsfunktion des Handys Gebrauch machen oder Angehörige bitten sich an Termine zu erinnern.

Einen Wochenplan erstellen

Angehörige können einen Wochenplan erstellen und sichtbar für den erkrankten Menschen aufhängen. Dieser Wochenplan kann ganz individuell gestaltet und auf die Bedürfnisse der dementen Person angepasst werden. Ein Tag kann beispielsweise so notiert werden.