Pflegegrade 1-5: Was Pflegebedürftige im Jahr 2019 erhalten können

Der Begriff „Pflegebedürftigkeit“ wurde im Januar 2017 neu gefasst. Seitdem spricht man von fünf verschiedenen Pflegegraden, welche die zuvor geltenden Pflegestufen ersetzt haben. Man unterscheidet zwischen fünf verschiedenen Pflegegraden (1-5). Nachfolgend werden die einzelnen Pflegegrade kurz erläutert:

Der Pflegegrad 1 impliziert geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit. Mit dem Pflegegrad 1 steht dem Bedürftigen der ambulante Entlastungsbetrag (zweckgebunden) in Höhe von 125 € im Monat zur Verfügung. Mit dem Pflegegrad 1 erhält man noch kein Pflegegeld, da die Pflegebedürftigkeit laut MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) noch so gering ist, dass die betreffende Person ihren Alltag noch selbständig bewältigen kann.

Pflegegrad 2 setzt voraus, dass die Selbständigkeit des Pflegebedürftigen erheblich beeinträchtigt ist. Dies ist allerdings höchst individuell und von zahlreichen Faktoren abhängig. Den Pflegebedürftigen stehen mit dem Pflegegrad 2 folgende monatliche Leistungen zur Verfügung:

  • Pflegegeld (Geldleistung ambulant) – 316 €
  • Sachleistung ambulant – 689 €
  • Entlastungsbetrag ambulant (zweckgebunden) – 125 €
  • Leistungsbetrag stationär – 770 €

Dem Pflegebedürftigen wird der Pflegegrad 3 zugeordnet, wenn seine Selbstständigkeit schwer beeinträchtigt ist. Folgende monatliche Leistungen stehen dabei zur Verfügung:

  • Pflegegeld (Geldleistung ambulant) – 545 €
  • Sachleistung ambulant – 1.298 €
  • Entlastungsbetrag ambulant (zweckgebunden) – 125 €
  • Leistungsbetrag stationär – 1.262 €

Der Pflegegrad 4 sieht die schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit bzw. der Fähigkeiten vor. In einem solchen Fall können folgende Leistungen bezogen werden:

Den Pflegegrad 5 erhalten Pflegebedürftige, die unter die Definition „Härtefall“ fallen, d.h. Menschen, die einen außergewöhnlich hohen Pflegeaufwand erfordern. Folgende Leistungen stehen in einem solchen Fall zur Verfügung:

  • Pflegegeld (Geldleistung ambulant) – 901 €
  • Sachleistung ambulant – 1.995 €
  • Entlastungsbetrag ambulant (zweckgebunden) – 125 €
  • Leistungsbetrag stationär – 2.005 €